Neuregelung – Meldestelle aller Energieversorgungsnetzbetreiber an das BSI

Zur Umsetzung der NIS-Richtlinien wurden im Sommer 2017 die Meldepflichten für Versorgungsnetzbetreiber erweitert. Alle Betreiber eines Energieversorgungsnetzes sind nun verpflichtet, IT-Störungen an das BSI zu melden, unabhängig davon ob sie bisher als Kritische Infrastruktur eingestuft wurden oder nicht. Hierfür muss im Unternehmen eine Kontaktstelle eingerichtet und dem BSI bekanntgegeben werden. Das BSI betont, dass über diese Kontaktstelle sowohl Meldungen seitens der Netzbetreiber als auch sicherheitsrelevante Informationen seitens des BSI transferiert werden. Energieversorgungsnetze, welche den Betrieb auf den vorgelagerten Netzbetreiber übertragen haben, müssen dennoch selbstständig die Meldung tätigen. Nach Absprache ist zwar die Kontaktstelle beim vorgelagerten Betreiber möglich, aber das Meldeformular muss für jedes Versorgungsnetz vorliegen.

Das Onlineformular zur Registrierung der Kontaktstelle finden Sie hier.

Das BSI empfiehlt als Kontaktstelle ein Funktionspostfach, um eine Erreichbarkeit von 24 Stunden an 7 Tagen/Woche sicherzustellen. Die Registrierung einer Kontaktstelle ist nicht mit der Meldung zur Kritischen Infrastruktur gleichzusetzen und sollte schnellstmöglich geschehen.

Unabhängig von dieser erweiterten Meldepflicht gelten für Energieversorgungsnetzbetreiber, die unter die BSI-Kritisverordnung fallen, weiterhin die zusätzlichen Bedingungen, den Stand der Technik umzusetzen und alle 2 Jahre gegenüber dem BSI nachzuweisen.